VIS-Fahrt für PädagogenSchule kann auch anders: Lernen mit Freude statt FrustVIS-Fahrt für Pädagogen

Bildungsexperten besuchen Vorzeigeschule in Wutöschingen

Kevin hatte Angst vor der Schule. Mathe war der Horror, Bauchweh gab’s täglich. So oder so ähnlich geht es vielen Kindern in unserem Bildungssystem. Doch es geht auch anders – das zeigt die Alemannenschule im kleinen Ort Wutöschingen.

Eine Gruppe von Lehrkräften und Bildungsexperten aus Emmendingen hat sich die Schule angeschaut. Eingeladen hatte der Verein für Innovative Schulentwicklung (VIS). Ziel war es zu erleben, wie eine Schule aussieht, in der Kinder gern lernen – und stark fürs Leben gemacht werden.

Was ist an dieser Schule so besonders?

In Wutöschingen gibt es keine engen Klassenzimmer mehr, sondern offene Lernräume mit Rückzugsorten und Platz für Zusammenarbeit. Die Schülerinnen und Schüler lernen in ihrem eigenen Tempo. Noten wurden durch Kompetenzraster ersetzt – so sieht jeder, was er kann und wo noch Übung nötig ist. iPads gehören zur Grundausstattung, aber das Wichtigste ist: Vertrauen und klare Regeln.

Hinter dem Erfolg steht ein Team, das mutig neue Wege geht – und dabei die Kinder in den Mittelpunkt stellt.

Der VIS: Mutmacher für bessere Schulen

Der Verein VIS unterstützt Schulen, die sich verändern wollen – abseits von starren Vorgaben. Der Besuch in Wutöschingen war für alle ein Anstoß, selbst aktiv zu werden. „Wir wollen nicht einfach kopieren, sondern verstehen, was zu uns passt“, sagt VIS-Vorsitzender Hanspeter Hauke.

Die klare Botschaft: Gute Schule ist möglich. Aber es braucht Mut, Vertrauen – und Menschen, die anfangen. Der VIS will sie vernetzen und stärken.

Denn wer den ersten Schritt geht, kann Großes bewirken.

Starke Schule – starke Kinder – starke Pädagogik (Klasse Schule – glückliche Kinder – gelungene Pädagogik)

Am 16. Mai 2025 besuchte eine Gruppe von Schulleitern, Lehrern und Bildungsexperten die Alemannenschule Wutöschingen. Diese Schule im Südschwarzwald fällt auf – weil dort vieles ganz anders läuft.

Anders lernen – und schon macht Schule Spaß

In Wutöschingen lernen die Schüler selbstständig in offenen Lernräumen. Jeder hat einen eigenen Plan und arbeitet in seinem Tempo. Lehrer heißen hier „Lernbegleiter“. Sie stehen nicht vorne und reden, sondern helfen, wenn man Fragen hat.

Noten spielen kaum noch eine Rolle. Stattdessen wird regelmäßig geschaut: Was kann das Kind schon? Wo braucht es noch Hilfe? Eltern, Schüler und Lehrer sprechen regelmäßig darüber.

Technik als Werkzeug, nicht als Spielerei

Jeder Schüler hat ein eigenes iPad. Darauf sind passende Lernmaterialien. Lehrer können diese verändern, anpassen und mit Kollegen teilen. So lernen alle auf ihrem Niveau.

Vertrauen statt Kontrolle

In der Schule geht es ruhig zu, obwohl es keine festen Klassenräume gibt. Die Kinder arbeiten konzentriert – weil man ihnen etwas zutraut. Regeln gibt es, aber die Schüler helfen mit, sie einzuhalten. Disziplinprobleme? Kaum.

Kann das auch an anderen Schulen klappen?

Ja – aber nur, wenn sich die Haltung ändert. Lehrer müssen bereit sein, Neues zu wagen. Eltern  und Schulträger müssen mitziehen. Und: Es braucht Mut.

Einige Ideen lassen sich schnell umsetzen – zum Beispiel kleine Pilotprojekte, Teamarbeit unter Lehrern oder besser nutzbare Räume.

 

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